von Thomas Salvador.
|
|
Teil 1 |
Verweise, sog. HyperLinks oder Links, sind ein wesentlicher Bestandteil von HyperText-Dokumenten und somit auch von HTML-Dokumenten. In diesem Kapitel betrachten wir sie daher sehr ausführlich.
Teil 1: Teil 2: Teil 3: Dies ist Teil 3 des Kapitels.
Neben den Verweisen auf HTML-Dokumente, wofür der Dienst http:// zuständig ist, kann man auch zu allen anderen Diensten des Internet verweisen:
Die durch den Verweis angezeigte Datei wird auf den Rechner übertragen, auf dem der Browser läuft. Also genauso, als wenn man einen ftp-client benutzen würde.
<a href="ftp://ftp.irgendwo.erde/verzeichnis/datei.taz">Download</a>
Üblicherweise wird es als nett empfunden, wenn der HTML-Autor die (ungefähre) Größe der Datei angibt.
Das FTP (File Transfer Protocol) ist in RFC 959 spezifiziert.
Völlig analog kann man auf gopher-Seiten verweisen.
<a href="gopher://gopher.irgendwo.erde/verzeichnis/name">gopher</a>
Das Protokoll ist in RFC 1436 spezifiziert.
Ebenso kann man eine telnet-Verbindung zu einem Rechner aufbauen lassen:
<a href="telnet://rechner.irgendwo.erde">Verbindung aufbauen</a>
Das telnet-Protokoll ist in RFC 854 spezifiziert.
Man kann aus HTML-Dokumenten auch eine Verbindung zu News-Gruppen aufbauen lassen:
<a href="news:news.answers">FAQs bis zum Abwinken</a>
Beachten Sie bitte, dass es hier tatsächlich nur news: und nicht news:// heißen muss. Es wird auch kein Rechner benannt. Die angegebene Form ist so schon vollständig. Lediglich wenn ein spezieller Newsserver verwendet werden soll oder muss, ist dieser anzugeben, wo es dann auch news:// heißt.
<a href="news://news.provider.xx/news.answers">viele FAQs</a>
Das news-Protokoll selbst ist in RFC 977 beschrieben.
Und zu guter Letzt noch EMail. Der Benutzer kann an die genannte Adresse eine EMail schreiben.
<a href="mailto:thomas.salvador@gmx.net">Feedback</a>
Auch hier heißt es nur mailto: und nicht mailto://.
mailto selbst ist in RFC 2368 beschrieben.
Unter einem anonymen Verweis wollen wir einen Verweis verstehen, der in der Referenz nicht das Protokoll angibt. In diesem Sinn ist
<a href="index.html">Homepage des Autors</a>
ein anonymer Verweis.
Über solche Verweise kann jede beliebige Datei angezeigt werden. Der Browser erkennt den Dateityp (oder auch nicht) an der Extension (auch: Suffix) oder an den empfangenen Daten, und verfährt so, wie er für diesen Typ eingestellt wurde.
Soweit dürfte Ihnen als Browser-Benutzer das klar sein.
Wenn Sie solche (nicht HTML-Dateien) anbieten möchten, so geschieht dies
über einen solchen anonymen Verweis. Mehr brauchen Sie dafür nicht zu machen.
<a href="datei.ext">beliebiger Text</a>
Die Verarbeitung erfolgt dann so, wie beschrieben, bzw. so wie es der Benutzer für Dateien mit Extension ext vorgesehen hat.
Der enorme Vorteil anonymer Verweise ist, dass Sie Ihre Dateien (z.B. Programmarchive) nicht extra auf einem ftp-Server unterbringen müssen, sondern sie direkt zur Verfügung stellen können.
|
|
Teil 2 |
